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Abtauchen bei der 3. Ocean Filmtour

Am Samstag war ich auf der Eröffnungsvorstellung von der Ocean Filmtour 2016. Das internationale Filmevent, das zum dritten Mal stattfindet, richtet sich an alle „die das Meer lieben“. Dass sie damit in Hamburg an der richtigen Adresse sind, hat die ausverkaufte Laeiszhalle gezeigt.

Was euch erwartet wenn das Event am 2. und 3. Mai nochmal nach Hamburg kommt, erfahrt ihr hier.

 

Unter dem Motto „Adventure. Ocean. Life“ werden insgesamt 7 Kurzfilme und Dokus rund ums Meer gezeigt. Klingt erstmal etwas generisch, ist in echt aber wirklich spannend. Das liegt an der guten Zusammenstellung der Filmbeiträge.

Ocean Film Tour Vol. 3

Der Feel Good Kurzfilm „Hola Sunshine“ über die junge Surferin Leila Hurst in Mexiko eröffnet den Abend. Sonne, Wellen, Hang Loose – einer dieser typischen Surferfilme, aber so schön dass man ihn auch gerne in Dauerschleife ansehen könnte. Aber nein, nach knapp 4 Minuten ist schon wieder Schluss.

Von der sonnigen Surferseite des Lebens geht es jetzt in die nächtliche Unterwasserwelt. Der Kurzfilm „The Edge“ zeigt schaurig schöne Aufnahmen von Haien und soll Sympathien für die bedrohte Spezies wecken. Aber mal im Ernst: Haie? Bei Nacht? Nicht unbedingt freundlicher als am Tag. Der etwas andere Image-Film erreicht trotzdem seine Wirkung. Haie haben etwas Anmutiges an sich – und pro Sekunde sterben 3 von ihnen. Viel zu viele, denn Haie sind das Immunsystem der Weltmeere.

Haie sind dagegen nur ein kleines Problem für die ehemalige Marathonschwimmerin Diana Nyad. Die inzwischen 64-jährige US Amerikanerin entschließt sich 2013, die gefährliche Meerespassage von Kuba nach Florida ohne Haikäfig zu durchschwimmen – 166km, 53 Stunden am Stück. Was für die meisten Menschen der pure Horror, ist für Nyad ein lang gehegter Lebenstraum. Seit 30 Jahren werden ihr allerhand Steine in den Weg bzw. das Meer gelegt. Oft an den Nagel gehängt, schwingt sie sich jedoch immer wieder in den Badeanzug um ihr Ziel, „die andere Küste“ doch noch zu erreichen. Ihr Neffe Timothy Wheeler der seine Tante bei insgesamt 4 lebensgefährlichen Versuchen mit der Kamera begleitet, schafft mit seiner Doku „The Other Shore“ das Highlight der Ocean Filmtour. Knapp 1 Stunde sitzt man abwechselnd gespannt, gebannt und gerührt vor der Leinwand und hat einfach nur höchsten Respekt vor dieser Frau, die nicht mal giftige Würfelquallen aufhalten können.

Emotionaler Höhepunkt: The Other Shore von Timothy Wheeler

Hypnotisch geht es im Film „Born To“ zu. Wir folgen einer Freitaucherin, die ohne Sauerstoffgeräte, aber mit großem Lungenvolumen mit Haien auf Forschungstauchgänge geht.

Spannend wird es wieder mit Alastair McLeod aus Australien. „There are places on earth that freak you out at the first sight“, sagt er. Der 23-jährige Windsurfer will als erster die Monsterwellen am sogenannten Pedra Branca surfen. Hier, am südlichen Zipfel des australischen Kontinents, 30km vor der Küste Tasmaniens, ragt der Monolith furchteinflößend aus dem offenen Meer. Visuell schon eine klare Warnung, lässt sich McLeod auch von Kälte, Haien und 20 Toten Fischern und Wissenschaftlern nicht von seinem Vorhaben abbringen. Die Faszination von Pedra Branca überträgt sich auf den Zuschauer und der Film mit dem passenden Titel „My own private Monster“ ist schon fast ein Horror- unter den Surferfilmen.

MY OWN PRIVATE MONSTER - TEASER from The Construction Site on Vimeo.

Welchem Horror die Wale und Delphine in den Meeren ausgesetzt sind, zeigt die Wissenschaftsdoku „Sonic Sea“. Die friedlichen Meeresbewohner kommunizieren in der Stille des Ozeans mit Schallwellen. Diese Kommunikation wird seit Jahren immer empfindlicher gestört. Öl- und Gasbohrungen in der Tiefsee, hochfrequente Schallexperimente der Navy und der rapide steigende Schiffsverkehr sorgen für eine massive Lärmbelastung der Meere. Der Film klärt auf und zeigt nicht nur die Probleme, sondern gibt Einblick in den aktuellen Stand der Forschung und präsentiert Lösungsansätze, um im Meer wieder für Ruhe zu sorgen. Sehr erhellend!

Die Ocean Filmtour endet ein bisschen wie sie angefangen hat: mit „View from a blue Moon“ folgen wir dem 22-jährigen Surfer des Jahres John John Florence aus Hawaii rund um den Erdball zu den schönsten Surfspots.

 

Fazit: Meine erste Ocean Filmtour war ein tolles Erlebnis. Klar liegt der Fokus auf Sport und Action, aber die Mischung aus Feel Good, Spannung und Wissenschaft kann ich jedem empfehlen. Was ich nicht so gut empfehlen kann ist die ausverkaufte Laeiszhalle. Es war stickig und heiß und die Sitzreihen enger als in jedem Billigflieger. Getränke darf man nicht auf dem Platz trinken. Das macht alles Sinn, ist die Laeiszhalle ja auch eigentlich ein Philharmoniehaus. Eine Ausnahme wäre trotzdem ganz hilfreich gewesen.

Gute Nachrichten: die nächsten Stops der Ocean Filmtour am 2. und 3. Mai in Hamburg halten im Cinemaxx Kino Dammtor. Klimaanlage, Platz und Getränke an selbigem machen die hervorragende Filmrolle bestimmt noch ein Stück angenehmer.

Alle Termine deutschland- und europaweit findet ihr hier: https://www.oceanfilmtour.com/tickets

 

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Über Mich

Hamburg Stadtführer und Blogger Tim

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Ich bin Tim und seit 2008 lebe ich in meiner Lieblingsstadt Hamburg.

Im Blog schreibe ich für euch auf, was Hamburg alles zu bieten hat. Doch damit nicht genug: Kommt mit mir auf Stadtführung und lasst uns Hamburgs schönste Ecken gemeinsam erkunden.

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